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28. Mai 2026 · Tipps & Anforderungen · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Kleidung im Passfoto – Welche Farben und Kleidung sind erlaubt? 2026

Die ICAO schreibt keine bestimmte Kleidung vor – Alltagskleidung ist grundsätzlich erlaubt. Dennoch gibt es Farben und Kleidungsstücke, die du besser vermeiden solltest, damit dein Passfoto nicht abgelehnt wird. Hier findest du alle Tipps kompakt erklärt.

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Gibt es Kleidervorschriften im Passfoto?

Nein – die ICAO 9303 schreibt keine bestimmten Kleidungsstücke vor. Der Standard konzentriert sich auf das Gesicht: Ausdruck, Beleuchtung, Hintergrund und Kopfhaltung. Was du trägst, ist technisch gesehen deine Sache.

Dennoch gibt es Punkte, die in der Praxis zu Problemen führen können:

  • Kleidung, die mit dem Hintergrund verschmilzt
  • Kleidung, die eine berufliche Funktion oder Zugehörigkeit signalisiert (Uniform)
  • Kleidung, die das Gesicht oder den Hals verdeckt

Was sollte man bei Kleidungsfarben vermeiden?

Weisse Kleidung

Das Passfoto hat einen weissen oder hellgrauen Hintergrund. Trägst du ein weisses T-Shirt oder eine weisse Bluse, kann die Kleidung mit dem Hintergrund verschmelzen. Das Ergebnis sieht unnatürlich aus und kann dazu führen, dass automatische Bildbearbeitungssysteme den Körperbereich falsch erkennen.

Empfehlung: Trage keine weisse oder sehr hellbeige Kleidung. Ein hellgraues Shirt kann ebenfalls problematisch sein.

Sehr helle Pastelltöne

Ähnlich wie Weiss können sehr helle Farben (Creme, Elfenbein, zartes Hellrosa) optisch mit dem Hintergrund verschmelzen – besonders auf hellgrauem Hintergrund.

Sehr kräftige Muster

Grelle Muster, Drucke oder Logos lenken vom Gesicht ab. Sie führen zwar nicht automatisch zur Ablehnung, können aber bei der manuellen Prüfung auffallen.

Welche Farben funktionieren gut?

Dunkle, neutrale Farben heben das Gesicht vom hellen Hintergrund ab und wirken auf Passfotos professionell:

  • Dunkelblau – klassisch und kontrastreich
  • Grau (mitteldunkel bis dunkel) – unauffällig und seriös
  • Schwarz – funktioniert gut, besonders bei hellem Teint
  • Dunkelgrün, Burgundy, Dunkelrot – erlaubt und gut kontrastierend
  • Braun – unauffällig, gute Wahl

Uniformen: lieber vermeiden

Militärische Uniformen, Polizeiuniformen, Feuerwehruniformen oder andere Dienstkleidungen sollten auf dem Passfoto nicht getragen werden. Der Reisepass ist ein Reisedokument für die Person – nicht für ihre berufliche Funktion.

In Deutschland ist das keine explizite Rechtsvorschrift, aber die Bundesdruckerei empfiehlt, Uniformen zu vermeiden. In manchen Ländern (z. B. USA) ist es ausdrücklich verboten. Im Zweifel gilt: Alltagskleidung ist immer die sicherere Wahl.

Dasselbe gilt für Sportkleidung, Arbeitskittel oder sonstige Berufskleidung: Sie ist zwar nicht verboten, wirkt aber unprofessionell und kann bei der manuellen Prüfung Fragen aufwerfen.

Dekolleté: kein explizites Verbot

Es gibt keine Kleiderregel, die tief ausgeschnittene Kleidung auf dem Passfoto verbietet. Da auf dem Passfoto nur Kopf und Schultern sichtbar sind, ist ein Dekolleté ohnehin kaum oder gar nicht im Bild. Alltagskleidung ist in jedem Fall die sichere Empfehlung.

Krawatte und Anzug: erlaubt

Krawatte, Hemd, Anzug oder Blazer sind erlaubt und sehen auf Passfotos professionell und gepflegt aus. Wer einen formellen Eindruck hinterlassen möchte, liegt mit einem dunklen Hemd oder einem Anzug richtig.

Schal am Hals: erlaubt – mit Einschränkung

Ein Schal, der locker um den Hals liegt, ist erlaubt – sofern er Kinn, Mundpartie und Hals nicht verdeckt. Das Gesicht muss vollständig sichtbar sein. Ein hochgezogener Rollkragen oder ein Schal, der bis zum Kinn reicht, kann zur Ablehnung führen.

Schmuck am Hals: meist unsichtbar

Halsketten und Anhänger sind in der Regel kein Problem, weil das Passfoto die Schulterpartie nur knapp zeigt und Schmuck am Hals meist im Bildausschnitt verschwindet. Ohrringe sind erlaubt, sofern sie das Gesicht nicht verdecken – mehr dazu im Artikel Ohrringe im Passfoto.

Übersicht: Kleidung im Passfoto

| Kleidungs-Item | Empfehlung | Hinweis | |---|---|---| | Weisses Oberteil | Vermeiden | Kann mit Hintergrund verschmelzen | | Sehr helle Pastelltöne | Vermeiden | Ähnliches Problem wie Weiss | | Dunkle neutrale Farben (Dunkelblau, Grau, Schwarz) | Empfohlen | Hebt Gesicht gut ab | | Kräftige Muster / Logos | Vermeiden | Lenkt vom Gesicht ab | | Uniform (Militär, Polizei) | Vermeiden | Reisepass ist persönliches Dokument | | Sportkleidung | Vermeiden | Wirkt unprofessionell | | Alltagskleidung | Erlaubt | Standard-Empfehlung | | Krawatte / Anzug | Erlaubt | Sieht professionell aus | | Schal (nicht das Kinn verdeckend) | Erlaubt | Gesicht muss vollständig sichtbar sein | | Dekolleté | Erlaubt | Kein explizites Verbot | | Schmuck am Hals | Meist unsichtbar | Liegt ausserhalb des Bildausschnitts |


Häufige Fragen zu Kleidung im Passfoto

Darf ich ein Logo-T-Shirt tragen?

Ein Logo oder Aufdruck ist nicht ausdrücklich verboten. Da jedoch der Schulterbereich auf dem Passfoto nur minimal sichtbar ist, fällt es kaum auf. Dennoch ist ein einfarbiges Shirt empfehlenswert.

Was ist, wenn ich keinen bestimmten Kragen habe – zählt das als „nicht bekleidet"?

Das Foto muss den Oberkörper zeigen – nackte Schultern oder Hals würden auffallen. Trage immer ein Oberteil, das den Halsbereich bedeckt.

Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland, Schweiz und Österreich?

In allen drei Ländern gilt ICAO 9303 als Grundlage. Es gibt keine nationalen Kleidervorschriften, die darüber hinausgehen. Alltagskleidung ist überall die richtige Wahl.

Darf ich ein farbiges Kopftuch tragen?

Religiöse Kopfbedeckungen sind erlaubt, wenn das Gesicht von Stirn bis Kinn vollständig sichtbar ist. Das gilt auch für farbige Tücher. Das Tuch darf aber nicht stark in das Gesicht fallen oder Schatten im Gesicht erzeugen.


Für Hinweise zu Ohrringen im Passfoto lies den Artikel Ohrringe im Passfoto.

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