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31. Mai 2026 · 🇨🇭 Schweiz

Passfoto Kinder Schweiz – Spezialregeln für Baby & unter 12

Du brauchst einen Pass oder eine ID-Karte für dein Kind – und fragst dich, wie das Foto aussehen soll? Bei Babys und Kleinkindern gelten dieselben technischen Vorgaben wie bei Erwachsenen (35×45 mm, ICAO-Norm), aber fedpol räumt für die Jüngsten bestimmte Erleichterungen ein. Was du wissen musst, was das Foto kosten darf und wie du ein taugliches Bild zuhause mit dem Smartphone aufnimmst – das erfährst du hier.

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35×45 mm, ICAO-konform, automatische Prüfung. Kostenlose Vorschau, kein Abo.

Kinderfoto erstellen

Gelten für Kinder Sonderregeln beim Passfoto?

Die kurze Antwort: Ja und Nein. Der technische Standard ist identisch mit dem für Erwachsene – Format 35×45 mm, ICAO-konform, heller einfarbiger Hintergrund, Gesicht vollständig sichtbar. Das ändert sich nicht, egal ob du ein Foto für ein Neugeborenes oder einen Teenager brauchst.

Was sich unterscheidet, ist die Toleranz bei bestimmten Anforderungen. Das Bundesamt fedpol, das für die Ausstellung von Schweizer Pässen und Identitätskarten zuständig ist, räumt Babys und Kleinkindern in einigen Punkten Erleichterungen ein – weil ein kleines Kind nun einmal nicht auf Kommando neutral in die Kamera schaut.

Wichtig zu verstehen: Diese Erleichterungen sind keine eigene Foto-Norm, sondern eine pragmatische Anpassung der Prüfkriterien. Das kantonale Passbüro beurteilt das Bild im Gesamtkontext. Eltern sollten trotzdem immer das bestmögliche Foto einreichen – je mehr die Anforderungen erfüllt sind, desto schneller geht die Abwicklung und desto geringer ist das Risiko einer Ablehnung.

Darf das Passfoto für ein Kind online erstellt werden? Ja. In der Schweiz gibt es keine Vorschrift, die ein Passfotos-Atelier vorschreibt. Ein zuhause mit dem Smartphone aufgenommenes und auf 35×45 mm zugeschnittenes Foto ist vollkommen legal – solange es technisch konform ist. Tools wie ID Wizard prüfen die Konformität automatisch und geben dir eine Vorschau, bevor du zahlst.

Grundvoraussetzungen, die immer gelten

  • Format: 35×45 mm
  • Hintergrund: einfarbig, hell (weiss oder sehr hell grau)
  • Gesicht: vollständig sichtbar, frontal
  • Keine andere Person, keine Hände, kein Spielzeug, kein Schnuller im Bild
  • Aktuelles Foto (max. ca. 6 Monate alt)

Diese Punkte gelten ohne Ausnahme – auch bei Babys. Nur bei den weicheren Kriterien wie Blickrichtung, Ausdruck und Mundstellung gibt es Spielraum für die Jüngsten.

Babys unter 1 Jahr – Erleichterungen im Detail

Für Säuglinge unter ca. 1 Jahr (und im Ermessen der Behörde auch darüber hinaus bei sehr kleinen Kindern) gelten gemäss fedpol folgende Erleichterungen:

| Anforderung | Regel für Erwachsene | Erleichterung für Babys | |---|---|---| | Blickrichtung | Direkt in die Kamera | Nicht zwingend streng frontal | | Gesichtsausdruck | Neutral, geschlossener Mund | Mund darf offen sein | | Augen | Vollständig offen | Möglichst offen; bei Neugeborenen toleriert, wenn nicht vollständig geöffnet | | Haltung | Aufrecht sitzend | Baby kann auf heller Decke liegen | | Aufnahmewinkel | Frontal, gerade | Foto von oben (Draufsicht) erlaubt |

Was nicht toleriert wird – auch bei Babys nicht:

  • Schnuller oder Flasche im Mund
  • Spielzeug im Bild
  • Hände oder Arme der Eltern sichtbar
  • Anderes Gesicht oder andere Person im Bild
  • Kopfbedeckung (ausser aus religiösen Gründen mit vollständig sichtbarem Gesicht)
  • Farbiger oder gemusterter Hintergrund

Bitte beachte: Die genaue Auslegung dieser Erleichterungen liegt im Ermessen des kantonalen Passbüros. Prüfe vorab auf fedpol.admin.ch oder beim kantonalen Passbüro, ob dein Foto den aktuellen Vorgaben entspricht.

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Kleinkinder & Kinder unter 12 Jahren

Bei Kindern ab ca. 1 Jahr bis 12 Jahren gelten wieder strengere Regeln als bei Säuglingen – aber die Toleranz bei kleinen Abweichungen ist nach wie vor etwas höher als bei Erwachsenen:

  • Ausdruck: möglichst neutral und frontal; leichte Abweichungen werden toleriert
  • Augen: offen und sichtbar; Haare dürfen die Augen nicht verdecken
  • Brille: nicht erlaubt (auch bei Kindern, die eine Brille tragen)
  • Haare: Haare dürfen nicht ins Gesicht fallen
  • Kopfbedeckung: nur aus religiösen Gründen, Gesicht vollständig sichtbar

Ab 6 Jahren werden beim Passbüro auch Fingerabdrücke erfasst – das Kind muss also persönlich erscheinen und darf sich nicht wegen der Fingerabdrücke sperren.

Brille beim Kinderfoto

Auch wenn dein Kind eine Brille trägt und sie täglich nutzt: Brillen sind auf Schweizer Passfotos nicht erlaubt – das gilt für alle Altersgruppen einschliesslich Kinder. Das Passbüro wird ein Foto mit Brille grundsätzlich ablehnen. Bitte dein Kind, die Brille für die Aufnahme abzunehmen.

Zustimmung beider Elternteile erforderlich

Für den Passantrag eines Kindes müssen beide sorgeberechtigten Elternteile zustimmen und den Antrag unterschreiben. Bei Alleinsorge oder eingeschränkter elterlicher Sorge ist ein entsprechender Nachweis (Gerichtsurteil, Sorgerechtsbeschluss o. Ä.) mitzubringen. Das Kind selbst muss persönlich beim kantonalen Passbüro erscheinen – eine Ausnahme gibt es nicht, auch nicht für sehr kleine Kinder oder Babys.

Wann braucht dein Kind überhaupt einen Pass?

Schweizer Kinder benötigen einen eigenen Pass oder eine eigene Identitätskarte für Reisen ins Ausland. Ein Eintrag in den Elternpass ist in der Schweiz seit 2010 nicht mehr möglich. Auch Babys ab dem ersten Auslandstrip brauchen ein eigenes Reisedokument. Plant ihr eine Reise, ist es ratsam, frühzeitig mit der Antragsstellung zu beginnen – je nach Kanton und Auslastung des Passbüros kann die Ausstellung mehrere Wochen dauern.

Weitere Informationen zum gesamten Ablauf bei der Beantragung des Schweizer Reisepasses für Kinder findest du im Artikel Reisepass Kind beantragen Schweiz.

Kosten: Kinderpass und ID-Karte im Überblick

Der Schweizer Pass und die Identitätskarte für Kinder sind günstiger als die Erwachsenenvarianten – und für Kinder gilt eine kürzere Gültigkeitsdauer, da sich das Aussehen schneller verändert.

| Dokument | Gebühr | Gültigkeit | |---|---|---| | Schweizer Pass (Kind) | CHF 60 | 5 Jahre | | Schweizer Identitätskarte (Kind) | CHF 35 | 5 Jahre | | Kombiniertes Angebot Pass + ID (Kind) | CHF 85 | je 5 Jahre | | Schweizer Pass (Erwachsene ab 18 J.) | CHF 145 | 10 Jahre | | Schweizer Identitätskarte (Erwachsene) | CHF 70 | 10 Jahre |

Da die Gültigkeitsdauer bei Kindern 5 statt 10 Jahre beträgt, musst du mit einer erneuten Erneuerung früher rechnen. Plane das bei der Reiseplanung ein – ein abgelaufener Kinderpass führt beim Check-in oder an der Grenze sofort zu Problemen.

Bitte beachte: Die oben genannten Gebühren (CHF 60 / CHF 35) sind die Bundesgebühren gemäss fedpol. Einzelne Kantone können zusätzliche Bearbeitungsgebühren erheben. Prüfe die aktuellen Kosten beim kantonalen Passbüro deines Wohnkantons.

So gelingt das Kinderfoto zuhause – Schritt für Schritt

Ein Smartphonefoto für den Schweizer Kinderpass ist legal und in der Praxis völlig üblich. Das Passbüro prüft das mitgebrachte Foto auf technische Konformität – die Quelle (Fotostudio, Automat oder Smartphone) spielt keine Rolle. Entscheidend ist allein, ob das Foto die ICAO-Norm erfüllt.

Besonders bei Babys ist es praktisch, das Foto zuhause zu machen: Ein kleines Kind reagiert in einer vertrauten Umgebung entspannter, du kannst viele Aufnahmen machen und in Ruhe das beste auswählen – ohne Zeitdruck im Fotostudio.

Vorbereitung

  • Hintergrund: weisse oder sehr hell graue Wand, oder eine weisse / helle Decke (für Babys)
  • Licht: diffuses Tageslicht von vorne, kein direktes Sonnenlicht, keine harten Schatten
  • Kamera: Smartphone-Kamera reicht; Porträt-Modus deaktivieren (er verfälscht den Hintergrund)

Für Babys (Draufsicht)

  1. Lege das Baby auf eine weisse oder helle Decke auf dem Boden oder einem Tisch.
  2. Stelle sicher, dass keine Hände, Arme oder Spielzeuge im Bildausschnitt sichtbar sind.
  3. Fotografiere senkrecht von oben – das ist laut fedpol ausdrücklich erlaubt.
  4. Warte auf einen Moment, in dem die Augen möglichst offen sind.
  5. Mache viele Aufnahmen und wähle das beste Bild aus.

Für Kleinkinder & ältere Kinder

  1. Stelle das Kind vor die helle Wand, Augenhöhe der Kamera auf Gesichtshöhe des Kindes.
  2. Bitte das Kind, direkt in die Kamera zu schauen und den Mund zu schliessen.
  3. Vermeide Gegenlicht – die Lichtquelle sollte vor dem Kind sein, nicht dahinter.
  4. Keine Accessoires: Haarbänder mit Bommel oder Hüte abnehmen.

Foto online prüfen & zuschneiden

Lade das aufgenommene Bild auf id-wizard.com/create hoch. Der Algorithmus prüft automatisch Hintergrundfarbe, Kopfgrösse und Beleuchtung und schneidet das Bild auf das korrekte Passformat zu. Du siehst eine kostenlose Vorschau, bevor du zahlst. Danach lädst du das fertige 35×45-mm-Foto herunter und kannst es direkt zum Passbüro mitbringen.

Spezifische Hinweise für Neugeborene findest du ausserdem im Artikel Passfoto Baby Neugeborene.

Häufige Fehler beim Kinderfoto vermeiden

Das Passbüro kann ein Foto ablehnen – das bedeutet Zeitverlust und einen erneuten Termin. Diese Fehler passieren bei Kinderfotos besonders häufig:

  • Schnuller oder Flasche im Mund: Auch wenn das Kind gerade trinkt, muss der Schnuller entfernt werden.
  • Elternhände im Bild: Eine Hand, die den Kopf des Babys hält, führt zur Ablehnung. Lege das Baby stattdessen ab.
  • Spielzeug als Ablenkung: Rasseln, Teddys oder Handys, die verwendet werden, um das Kind zum Lächeln zu bringen, dürfen nicht im Bildausschnitt sein.
  • Farbiger Hintergrund: Bunte Decken oder Sofakissen führen zur Ablehnung.
  • Unschärfe: Babys bewegen sich viel – mache viele Bilder und wähle das schärfste aus. Aktiviere wenn möglich den Sport- oder Burst-Modus der Kamera.
  • Schatten: Ein zu seitliches Licht wirft Schatten auf das Gesicht oder den Hintergrund.
  • Haare über den Augen: Stirnfransen, die die Augen verdecken, sind nicht erlaubt – auch nicht bei Kleinkindern.
  • Foto zu alt: Das Foto soll das aktuelle Aussehen zeigen. Kinder verändern sich schnell – verwende kein Foto, das älter als 6 Monate ist.

Was tun, wenn das Foto abgelehnt wird?

Wenn das Passbüro dein mitgebrachtes Kinderfoto ablehnt, bekommst du in der Regel eine kurze Begründung. Die häufigsten Gründe sind Hintergrundprobleme, Schatten oder sichtbare Hände. Du musst dann ein neues Foto anfertigen lassen oder zuhause aufnehmen und einen neuen Termin vereinbaren. Um das zu vermeiden, lohnt es sich, das Foto vorab mit einem Online-Tool auf Konformität prüfen zu lassen.

Für alle Passfoto-Anforderungen in der Schweiz gilt: Lieber ein Foto zu viel aufnehmen als zu wenig. Und lieber einmal zu viel prüfen als zweimal zum Passbüro fahren.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Foto-Grösse gilt für den Schweizer Kinderpass?

Auch für Kinder gilt das Format 35×45 mm gemäss ICAO-Standard. Hintergrund muss einfarbig und hell sein, Augen möglichst offen. Für Babys gibt es Erleichterungen bei Blickrichtung und Ausdruck.

Was sind die Erleichterungen beim Passfoto für Babys?

Bei Babys unter etwa 1 Jahr muss der Blick nicht zwingend neutral oder frontal sein. Der Mund darf offen sein. Augen sollten möglichst offen sein; bei Neugeborenen wird toleriert, wenn die Augen nicht vollständig geöffnet sind. Kein Schnuller, kein Spielzeug, keine anderen Personen oder Hände im Bild.

Wie viel kostet ein Schweizer Kinderpass?

Der Schweizer Kinderpass kostet CHF 60 und ist 5 Jahre gültig. Die Schweizer Kinder-ID-Karte kostet CHF 35.

Muss mein Baby persönlich zur biometrischen Erfassung erscheinen?

Ja. Auch Babys und Kleinkinder müssen persönlich beim kantonalen Passbüro erscheinen, da die biometrische Erfassung (Foto, ab 6 Jahren Fingerabdrücke) vor Ort stattfindet.

Brauchen beide Elternteile zuzustimmen?

Ja. Beide sorgeberechtigten Elternteile müssen dem Passantrag für das Kind zustimmen (Unterschrift). Bei Alleinsorge ist ein entsprechender Nachweis mitzubringen.

Darf ich das Kinderfoto zuhause mit dem Smartphone machen?

Ja. Ein zuhause aufgenommenes Smartphonefoto ist legal, solange es die technischen Anforderungen erfüllt: 35×45 mm, heller Hintergrund, scharfe Aufnahme, Augen offen, keine anderen Personen im Bild.

Wie fotografiere ich ein Baby korrekt für den Pass?

Lege das Baby auf eine weisse oder helle Decke und fotografiere von oben (Draufsicht ist erlaubt). Sorge für gleichmässiges Tageslicht ohne harte Schatten. Kein Schnuller, kein Spielzeug, keine Hand der Eltern im Bild.

Was ist bei Kindern unter 12 Jahren anders als bei Erwachsenen?

Der Ausdruck muss möglichst neutral und frontal sein, aber die Toleranz bei kleinen Abweichungen ist höher. Keine Brille erlaubt. Haare dürfen nicht ins Gesicht fallen und die Augen nicht verdecken.

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