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29. Mai 2026 · Tipps & Praxis

Kopfbedeckung im Passfoto 2026 – Was ist erlaubt?

Mützen, Hüte und Caps sind auf biometrischen Passfotos verboten. Religiöse Kopfbedeckungen wie Hijab, Kippa oder Sikh-Dastar sind erlaubt — unter der Bedingung, dass das gesamte Gesicht vollständig sichtbar ist. Dieser Artikel erklärt die ICAO-Grundregel, welche religiösen und medizinischen Bedeckungen zulässig sind und wie man Schatten vermeidet.

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Die ICAO-Grundregel

ICAO Doc 9303 (International Civil Aviation Organization, Dokument 9303) ist der internationale Standard für biometrische Reisedokumente. Die Regel zu Kopfbedeckungen lautet:

Keine Kopfbedeckung, außer wenn diese aus religiösen oder medizinischen Gründen getragen wird. In allen Fällen muss das gesamte Gesicht — von der Stirn bis zum Kinn und von Ohr zu Ohr — vollständig sichtbar sein.

Modische, sportliche oder sonstige Kopfbedeckungen (Hüte, Mützen, Caps, Beanies, Helme) sind demnach grundsätzlich verboten.

Religiöse Kopfbedeckungen: Was ist erlaubt?

Hijab

Ein Hijab ist auf biometrischen Passfotos in Deutschland, der Schweiz, Österreich, der EU, den USA und dem Vereinigten Königreich erlaubt. Voraussetzung: Das gesamte Gesicht — Stirn, Wangen, Kinnlinie — muss vollständig sichtbar sein. Haare, Hals und Ohren dürfen bedeckt sein.

Niqab

Ein Niqab, der Mund, Nase oder weitere Gesichtspartien bedeckt, ist auf biometrischen Passfotos nicht zulässig. Das Gesicht muss für die automatische biometrische Erkennung vollständig freigelegt sein. Kein ICAO-Mitgliedsstaat lässt Passfotos mit Gesichtsbedeckung zu.

Kippa

Eine Kippa ist als jüdische religiöse Kopfbedeckung auf Passfotos erlaubt. Da sie lediglich den Scheitel bedeckt, bleibt das gesamte Gesicht sichtbar — die ICAO-Anforderungen sind erfüllt.

Sikh-Dastar (Turban)

Der Dastar ist als religiöse Kopfbedeckung der Sikhs auf biometrischen Passfotos erlaubt, sofern das vollständige Gesicht sichtbar ist. Besonders auf eine gleichmäßige Beleuchtung achten, damit kein Schatten auf das Gesicht fällt.

Buddhistische und hinduistische Kopfbedeckungen

Religiöse Kopfbedeckungen aus buddhistischen oder hinduistischen Traditionen sind erlaubt, wenn das Gesicht von Kinn bis Stirn vollständig sichtbar ist und keine Schatten entstehen.

⚠️

Schatten vermeiden: Kopfbedeckungen — besonders Turbane und Hijabs — werfen auf schlechten Fotos Schatten auf Stirn oder Wangen. Das ist ein häufiger Ablehnungsgrund. Sorge für gleichmäßiges Licht von vorne und von beiden Seiten. Stehe etwas von der Wand entfernt, damit kein Schatten auf den Hintergrund fällt.

Medizinische Kopfbedeckungen

Kopfbedeckungen aus medizinischen Gründen sind auf Passfotos erlaubt. Typische Beispiele:

  • Alopezie (krankheitsbedingter Haarausfall): Tuch, Perücke oder Haube erlaubt
  • Chemotherapie: Kopfbedeckung erlaubt
  • Operationsnarben am Schädel: Bedeckung erlaubt

In vielen Ländern — darunter Deutschland, Österreich und das Vereinigte Königreich — wird empfohlen oder verlangt, bei der Antragstellung ein ärztliches Attest vorzulegen, das den medizinischen Grund für die Kopfbedeckung bestätigt.

Ländertabelle: Kopfbedeckungsregeln im Vergleich

| Land | Religiöse Kopfbedeckung | Medizinische Kopfbedeckung | Mütze / Hut | |---|---|---|---| | Deutschland | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt (Attest empfohlen) | Verboten | | Schweiz | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt | Verboten | | Österreich | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt | Verboten | | Frankreich | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt | Verboten | | Vereinigtes Königreich | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt | Verboten | | USA | Erlaubt (Gesicht vollständig sichtbar) | Erlaubt | Verboten |

Praktische Tipps für das Foto mit religiöser Kopfbedeckung

  1. Gleichmäßige Beleuchtung: Verwende zwei Lichtquellen (links und rechts) für eine schattenfreie Ausleuchtung.
  2. Weißer Hintergrund: Stelle dich ca. 50 cm vor eine weiße Wand, damit keine Schatten auf den Hintergrund fallen.
  3. Gesicht vollständig freilegen: Stirn, Schläfen, Wangen und Kinn müssen vollständig sichtbar sein.
  4. Neutrale Gesichtsmimik: Mund geschlossen, gerader Blick in die Kamera.
  5. Qualitätsprüfung: Ein biometrischer Online-Dienst wie ID Wizard prüft automatisch, ob das Gesicht vollständig erkannt wird.

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Häufige Fragen

Darf man eine Mütze oder einen Hut auf dem Passfoto tragen?

Nein. Mützen, Hüte, Caps und andere modische oder sportliche Kopfbedeckungen sind auf biometrischen Passfotos weltweit verboten. Ausnahmen gelten nur für religiöse oder medizinische Gründe.

Ist ein Hijab auf dem Passfoto erlaubt?

Ja. Ein Hijab ist erlaubt, wenn das gesamte Gesicht — Stirn, Wangen, Kinn — vollständig sichtbar ist. Haare, Hals und Ohren dürfen bedeckt sein. Diese Regelung gilt in DE, CH, AT, EU, USA und UK.

Ist ein Niqab auf dem Passfoto erlaubt?

Nein. Ein Niqab ist auf biometrischen Passfotos nicht zulässig. Das gesamte Gesicht muss vollständig sichtbar sein — kein ICAO-Mitgliedsstaat erlaubt Fotos mit Gesichtsbedeckung.

Ist eine Kippa auf dem Passfoto erlaubt?

Ja. Eine Kippa ist als religiöse Kopfbedeckung erlaubt. Da sie nur den Scheitel bedeckt, bleibt das gesamte Gesicht sichtbar — die ICAO-Anforderungen sind erfüllt.

Sind medizinische Kopfbedeckungen auf dem Passfoto erlaubt?

Ja. Kopfbedeckungen bei Alopezie, Chemotherapie oder Operationsnarben sind erlaubt. Ein ärztliches Attest wird in vielen Ländern empfohlen oder verlangt. Das Gesicht muss vollständig sichtbar bleiben.

Wie vermeide ich Schatten durch eine Kopfbedeckung auf dem Passfoto?

Nutze zwei Lichtquellen von links und rechts, stehe ca. 50 cm vor einer weißen Wand und stelle sicher, dass kein Schatten auf Stirn oder Wangen fällt. Gegenlicht und Deckenspots vermeiden.


Angaben ohne Gewähr — bitte prüfe die aktuellen Anforderungen bei der zuständigen Behörde. Zuletzt aktualisiert: Mai 2026.


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